Hilfe dokumentieren und die Privatsphäre der Menschen schützen
Ein Hilfsbericht kann die Aktion in den Mittelpunkt stellen: Was wird erläutert, wann wurde es mitgeteilt und welche Informationen erklären ihren Umfang? Eine Person, die Hilfe erhält, muss nicht zum Mittelpunkt der Erzählung werden. Dieser Ansatz fragt, welche Einzelheiten dem Verständnis dienen und welche unnötige Sichtbarkeit erzeugen.
Die Frage der Lesenden bestimmen
Schreiben Sie vor der Auswahl eines Bildes oder Dokuments auf, was Sie erklären möchten. Vielleicht geht es um das beschriebene Material, die Phase einer Aktion oder den Aufbau des nächsten Berichts. Ein Name, eine Adresse oder ein erkennbares Gesicht beantwortet diese Fragen nicht unbedingt. Trennen Sie den Informationszweck vom Wunsch, persönliche Einzelheiten zu zeigen.
Einzelheiten gemeinsam betrachten
Lesen Sie Text, Bildunterschrift und Dokumente als zusammengehörige Informationen. Enthalten sie Namen, genaue Orte, Kontaktdaten, Unterschriften oder Angaben über Kinder? Kann die Kombination jemanden erkennbar machen, obwohl ein Gesicht verborgen ist? Stellen Sie eine Bildbearbeitung nicht als Sicherheitsgarantie dar. Dies ist eine redaktionelle Frage zur Sichtbarkeit, kein Rechtsgutachten und keine Überprüfung der Abläufe einer Initiative.
Eine weniger eingreifende Erklärung vorbereiten
Eine knappe Liste kann die beschriebene Aktion, ihren angegebenen Umfang, das Berichtsdatum und offene Punkte enthalten. Überlegen Sie, ob eine sachliche Zusammenfassung denselben Zweck erfüllt. Wird ein gekürztes oder geschwärztes Dokument verwendet, betrachten Sie auch dessen Ränder und den begleitenden Kontext. Keine Möglichkeit sollte als immer sicher oder als ausreichender Nachweis aller Ereignisse dargestellt werden.
Ein fiktives Beispiel: Ein Entwurf erläutert eine Materiallieferung, enthält aber die Wohnadresse einer Familie. Die redaktionelle Frage lautet, ob diese Adresse zum Verständnis notwendig ist. Das Beispiel regt die Prüfung dieser Angabe an. Es schildert keine tatsächliche Lieferung und behauptet nicht, FundGaza habe dieses Vorgehen angewandt.
Hilfe und Öffentlichkeit unterscheiden
Die Teilnahme an einer öffentlichen Geschichte verlangt eine eigene Abwägung. Setzen Sie den Erhalt von Hilfe nicht mit Zustimmung zur Veröffentlichung gleich. Beschreiben Sie eine Zustimmung auch nicht als automatische Lösung sämtlicher Risiken. Es kann sinnvoll sein, die geplante Veröffentlichung zu erklären und notwendige Einzelheiten erneut zu betrachten. Dieser Leitfaden stellt Fragen zu Würde und Privatsphäre, ohne Zustimmung, Anonymität oder Echtheit zu bescheinigen.
Weiterführende Lektüre
ICRC ·
Häufige Fragen
Muss ich das Gesicht einer hilfeempfangenden Person sehen?
Fragen Sie, welche Angaben zur Aktion den Bericht verständlich machen. Ein Gesicht belegt nicht automatisch alle Aussagen des Berichts.
Garantieren ein verborgenes Gesicht oder eine Zustimmung Sicherheit?
Sie sollten nicht als Garantie dargestellt werden. Betrachten Sie auch andere Einzelheiten und den Kontext, ohne eine professionelle Prüfung zu behaupten.